Konzept der Schule (3) PDF Drucken E-Mail

 Das Konzept gliedert sich in folgende Teile:

Seite 1: Präambel und Vorwort
Seite 2: Geschichte und Organisation der Waldorfschulen 
Seite 3: Konzept der Freien Waldorfschule Wöhrden (diese Seite)

4.0 Konzept der Freien Waldorfschule Wöhrden

4.1 Schulstruktur

Wir planen vorläufig eine einzügige Waldorfschule mit den Klassenstufen 1 - 12 und einen 13. Jahrgang für das Abitur.

In der weiteren Entwicklung planen wir, mindestens für die Oberstufe, eine Waldorfschule mit Internatsteil.

Die Klassen 1 - 4 haben einen Halbtagsunterricht an 5 Tagen in der Woche. Möglich ist die Einführung des „beweglichen Klassenzimmers“ in der Eingangsstufe. Es wird eine Hortbetreuung angeboten. Wir planen die Einführung einer „Offene Eingangsstufe“ für 5 - 6 jährige Kinder, die bei Bedarf den Übergang von Kindergarten zur Schule vorbereiten will. Der Übergang von der Elementarklasse in die 1. Klasse erfolgt in der Regel im Alter der bisher gültigen Schulpflicht. Abweichungen von dieser Regelung sind nach einer umfassenden pädagogischen und medizinischen Beurteilung des Entwicklungsstandes eines Kindes möglich.

Die Elementarklasse soll dazu dienen, Basiskompetenzen zu entwickeln, auf diesen die späteren Klassen schulische Erziehung und Bildung aufbauen werden.

Die Freie Waldorfschule Wöhrden wird im Laufe der Zeit zu einer Offenen Ganztagsschule ausgebaut. Bei Bedarf kann zu einem späteren Zeitpunkt die Offene Ganztagsschule in eine Gebundene Ganztagsschule übergeführt werden. Ab der 5. Klasse wird ein erweiterter Halbtagsunterricht erteilt. Von Klasse 7 an werden Portfolioarbeiten durchgeführt und Differenzierungsmaßnahmen zur stärkeren Einbeziehung praktischer Tätigkeitsfelder angeboten. Angestrebt sind Praktika und Werkstatttage in Kooperation mit der heimischen Wirtschaft, (zusätzlich zu den sonst in Waldorfschulen üblichen Praktika) auch an Nachmittagen. Ab Klasse 10 wird eine weitere Differenzierung nach Neigung und individuellen Fähigkeiten angestrebt, mit der Möglichkeit einer Schwerpunktsetzung im Bereich Berufsorientierung bzw. Berufsfindung. Auch hier wollen wir die heimische Wirtschaft weiter mit einbeziehen.

Bei Quereinsteigern in die Klassenstufe 10 (Hauptschüler und Realschüler) werden mit dem Lehrerkollegium besondere Eingliederungsmaßnahmen erarbeitet.

Je nach Klassenzusammensetzung und Fach wird teilweise auch jahrgangsübergreifender Unterricht in Gruppen erteilt werden.

Ziel dieser Schule ist es, dass jeder Schüler einen Abschluss erreicht, der seiner Begabung entspricht. Neben dem Waldorfschulabschluss nach der 12. Klasse werden die staatlichen Abschlussprüfungen durchgeführt werden. Die Vorbereitung auf das Abitur wird gegebenenfalls in Kooperation mit einer oder mehreren anderen Waldorfschulen gewährleistet werden.

Unterricht

4. 2. Schüler und Klassenbildung

Grundsätzlich steht die Waldorfschule allen Schülern offen. Über ihre Aufnahme entscheidet das Lehrerkollegium nach einem Vorstellungs- und einem Beratungsgespräch mit den Eltern.

Kinder mit Behinderungen werden aufgenommen, sofern die pädagogischen und räumlichen Voraussetzungen für eine Beschulung geschaffen werden können. Förderklassen (kleine Klassen) für die individuellere Förderung, evtl. ein heilpädagogischer Zweig, werden bei Bedarf eingerichtet. Die Klassenstärke richtet sich nach den individuellen Schwierigkeiten der Schüler der jeweiligen Klasse. Der Unterricht in den „kleinen“ Klassen ermöglicht es den Lehrern, sich jedem einzelnen Schüler in besonderer Weise zuzuwenden und ihm gezielte Hilfen zu geben. Der Lehrer orientiert sich an dem Lehrplan der Waldorfschule, passt ihn aber den jeweiligen Möglichkeiten seiner Schüler an. Aller Lernstoff dient dabei nicht primär der Wissensvermittlung, sondern vor allem der Entwicklungsförderung der Kinder, um sie nach ihren jeweiligen Möglichkeiten zu einer selbstständigen Lebensführung zu befähigen.

Es soll den Kindern durch gezielte therapeutische Einzelmaßnahmen geholfen werden, ihre individuellen Schwächen und Störungen auszugleichen oder zu überwinden.

Klassenfahrten und vielfältige Unternehmungen stärken die Klassengemeinschaft. Bei Schulfeiern und bei Veranstaltungen wird die ganze Schulgemeinschaft erlebbar.

4. 3. Zusammenarbeit

Das Gelingen unserer Schule hängt auch von einer intensiven Einbeziehung der Eltern ab. Dazu dienen regelmäßige Klassenelternabende und bei Bedarf auch Einzelgespräche. Des Weiteren dienen Monatsfeiern und Projekttage der gegenseitigen Wahrnehmung und der Gemeinschaftsbildung. Die Eltern müssen wissen und verstehen, was im Unterricht geschieht. Nur dann können sie sich aktiv an der Ausgestaltung der Schule und ihrer Arbeits- und Lernbedingungen beteiligen. Für die Gemeinde Wöhrden soll und will unsere Schule auch als Kulturzentrum dienen, z.B. durch eine Freizeitschule mit Kursen für Erwachsene, Kinder und Jugendliche, Pflege und Fortführung der dörflichen Traditionen und gemeinsamer Feste. Das angestrebte Konzept der offenen Ganztagsschule soll für Waldorfschüler und für die Dorfjugend gelten, angedacht ist unter anderem eine Zusammenarbeit mit den einheimischen Vereinen z.B. bei Hausaufgabenbetreuung, sportlichen und musikalischen Angeboten.

4. 4. Weitere Entwicklungsmöglichkeiten der Schule

Möglich ist eine Entwicklung zu einer „Schule für Alle“. Angestrebt ist eine Ausweitung der Lebenswelt- und Berufsorientierung bis hin zu einer Berufsqualifikation in der Oberstufe. Alle aufgeführten Ideen werden sukzessive umgesetzt.

Stand 20.02.2007