Gesamtelternabend 19.4.2010 PDF Drucken E-Mail

 

Mit kurzfristiger Einladung wird um 19.00 Uhr ein mögliches Neubauprojekt vorgestellt.

Um 20.15 Uhr eröffnet Herr Kullak-Ublick, Gründungsbetreuer und Klassenlehrer in Flensburg, das Treffen, zu dem ca. 75 Eltern und LehrerInnen gekommen sind. Es soll dem Austausch von Informationen, Gedanken und Meinungen dienen, damit die Schulgemeinschaft wieder über einen gemeinsamen Kenntnisstand verfügt. Herr Kullak-Ublick und Herr Felmy, Geschäftsführer in Elmshorn und Betreuer unserer Schule, möchten mehr über die Schulgemeinschaft erfahren, da sie die Schulführung in allen pädagogischen und geschäftlichen Fragen begleiten.

Herr Schoen berichtet dann von den vielen Ereignissen, die seit dem Schuljahresbeginn stattgefunden haben. Allein aus der Fülle wird klar, dass nicht immer alle Menschen den gleichen Informationsstand haben können und es wird auch klar, dass die Arbeitsbelastung der Lehrerinnen und Lehrer hoch ist und die der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ebenso.

Zunächst weckt Herr Schoen unsere Lebensgeister mit "baby, one, two, three", das den meisten von uns schon aus Elternabenden bekannt ist. Herr Schoen, das ist immer wieder konzentrations-, kommunikations- und spaßfördernd. Jeder Elternabend sollte so oder so ähnlich beginnen.

Pädagogische Arbeit seit Sommer 2009
Klassenlehrer:
1. Herr Koob bis Weihnachten; seit Januar 2010 Frau Lietz
2. Frau Grunwald; seit Ostern 2010 Frau Zimmermann
3. Frau Benkelmann
4. Herr Benesch bis Feb.2010, danach wechselnd; seit Ostern 2010 Herr Bouiken kommissarisch
5. Herr Olimart
6. Herr Murken
7. Herr Kaehler

Fachlehrer: Herr Kühl (Werken, Gartenbau), Herr Bouiken (Französisch), Schoen (Musik/Englisch), Koob (Eurythmie), Frau Lehmann (Handarbeit), Frau Cornelius (Sonderförderung), Frau Bienias (Klavier), Frau Nikolei (ev. Rel.), Frau Puls (Ltg. Warteklasse)

Jahrespraktikant: Herr Djaber

Am 8. September Einschulung der ersten Klasse
Am Tag des Denkmals führte Herr Koob mit einer Gruppe Schüler/Eltern das Stück "Wulf Isebrand" auf.
Am 21. September hatten wir einen Vortrag von Herrn Dr. Olaf Koob.
Herbstfest am 26. September
WOW-Day am 29. September

Jour fixe am 2. Oktober
Ende Oktober wurde der Dachboden aufgeräumt.
Mitgliederversammlung am 28.10.2009

Im November mussten beide Monatsfeiern wegen Schulschließung (Grippe) auf den 19. und 21. verschoben werden. Der Basar fand am 28. November statt.

Dezember

Montag morgens Adventssingen
13.12. Kirchenkonzert in der Wöhrdener Kirche
17.12. Weihnachtsspiel im Stall der Familie Birstein/Giehler

Januar 2010
26.1. Zirkusvortrag Herr Wilgenroth
Ministeriumsbecheid zur Beschulung von Kindern mit sonderpäd. Gutachten.

Februar
12.2. Fasching
Herr Lindhof kein Geschäftsführer mehr. Herr Felmy vertritt kommissarisch.
17.2. Schulsachstandsbericht in der "Bunten Kuh" mit Essen und Kultur
Wir mussten die Vertretungssituation 4. Klasse bearbeiten.
24.2./27.2. Eurythmiemonatsfeier - in dem Zusammenhang fahren mehrere Klassen zu einer Eurythmieaufführung nach Itzehoe.

März
Vera Test 6. Klasse
Monatsfeiern 25.3. und 27.3. + Frühlingsfest
Supervisionsstart Frau Wendt; Brandschutzinspektion

Hospitationen Frau von Dechendt

April
1. Hilfe Kurs für Kollegium
Seit 19. April ist Frau Zimmermann an der Schule (2. Klasse)
Pädagogisch werden wir von Herrn Kullak-Ublick, wirtschaftlich von Herrn Felmy betreut.


Ein klein wenig stolz berichtet Herr Murken, Klassenlehrer der 6.Klasse, über die Ergebnisse der VERA-Arbeiten in seiner Klasse. Erfreut und stolz sind auch die Eltern. Scheint doch ein Messinstrument des Ministeriums, Vorurteile wie "die Waldis lernen doch nichts, werden in Watte gepackt und nicht tauglich für das Leben" zu widerlegen.

"Vera" wird vom Ministerium für Bildung herausgegeben und ist für die Klassen 3, 6 und 8 innerhalb der Regelschulen ein Instrument, um die Leistungen der Schulen untereinander zu vergleichen, wobei in den sechsten Klassen der Englischtest verpflichtend, und der Mathe- sowie Deutschtest freiwillig ist. Als Waldorfschule haben wir an diesem Test nur auf Bitte des Ministeriums, im Zuge des Genehmigungsverfahren, freiwillig teilgenommen.

Als Vergleichsgruppe dienten die Gesamtschulen in Schleswig Holstein.

In Deutsch wurden getestet: Schreiben, Lesen – mit Texten und Medien umgehen, Sprache und Sprachgebrauch, Informationen ermitteln / wiedergeben, textbezogenes interpretieren / Zusammenhänge herstellen, Reflektieren und Bewerten.

In Mathe wurden sogenannte Leitideen getestet in den Bereichen: Zahl, Messen, Raum und Form, funktionaler Zusammenhang, Daten und Zufall.

In Englisch wurden getestet: Hörverstehen, Leseverstehen und Schreiben. Ferner wurden verschiedene Schwierigkeits-Levels getestet.

Im Ergebnis liegen die Schüler unserer Schule sowohl in Deutsch, Mathe und Englisch entweder im Landesdurchschnitt oder darüber (teilweise sogar erheblich).

Herr Harms, Vater und Leiter des seit Sommer 2009 arbeitenden Strukturkreises, stellt die Mitglieder und die Ergebnisse dieser Arbeit vor.

Zunächst wurde mit der Arbeit an der neuen Aufbauorganisation der Schule begonnen. Dazu gab es zwei sehr intensive Organigramm-Workshops. Als Ergebnis wurde eine Organisationsform rund um ein Schulparlament erarbeitet. In weiteren Sitzungen wurde und wird dies detailliert.

Das Schulparlament soll als zentrales Organ die Informationsverteilung bündeln und für viele Fragestellungen das Entscheidungsorgan darstellen. Stimmberechtigte Mitglieder kommen aus dem Kreis der Schüler ab der 9. Klasse, Eltern, Lehrer und dem Vorstand. Die Sitzungen finden schul- und vereinsöffentlich statt.

Zur Umsetzung wird/wurde unter anderem den Teilnehmern der großen Konferenz (Elternrat, Lehrer und Vorstand) , den Eltern an den Elternabenden und den Mitgliedern auf der Mitgliederversammlung im Frühjahr das Konzept dargestellt. Anregungen werden aufgenommen und das Konzept weiterentwickelt. Es ist auch geplant, der Lübecker Waldorfschule einen Besuch zum Erfahrungsaustausch abzustatten, da die Lübecker bereits seit Jahren mit einem Schulparlament arbeiten. Es ist geplant, das Konzept zur Mitgliederversammlung im Herbst 2010 soweit auszuarbeiten, dass wir dann mit der Pilotphase beginnen können. Nach etwa 1 bis 2 Jahren Erfahrungen mit dem Schulparlament soll dann auch die Satzung entsprechend angepasst werden.

Herr Niemann, Vater, fasst in einer ersten Frage die Sorgen der Eltern zusammen: wie sehen die Finanzen aus und wie klappt die Zusammenarbeit des Lehrerkollegiums?

Herr Felmy berichtet über die Kosten, die bis zum Einsetzen der Landeszuschüsse ab August 2010, noch zu erbringen sind. Die Summe beläuft sich auf rund 160.000.-Euro und wird damit den Anfangskredit der GLS-Bank über 440.000.-Euro, um rund 60 000.-Euro überschreiten. Um die noch abrufbaren knapp 50.000.-Euro aus dem Anfangskredit abrufen zu können, werden noch ca.17 Bürgschaften über je 3000.- Euro benötigt.

Herr Felmy erklärt, dass er mit Hilfe von Frau Sturrmann (sachkundige Mutter), Frau Heims, Mutter und Verwaltungsmitarbeiterin und die gute Seele im Büro) und des Vorstandes alle relevanten Zahlen zusammengestellt habe.

Ab dem Schuljahr 2010/2011 müssten mindestens 165 Schülerinnen und Schüler unsere Schule besuchen, damit die MitarbeiterInneneinkommen nicht die Landeszuschüsse übersteigen.

Herr Kullak-Ublick berichtet dazu, dass er über einige Sorgen telefonisch oder per email unterrichtet sei und erklärt, dass er sehr viel "Power" im Kollegium wahrnehme, aber eben auch seelische Belastung, die in einer Gründungssituation höher sei als in einer gesetzten Schule.

Frau Köppke, Mutter, merkt an, dass es in der Vergangenheit "Kuddelmuddel" gegeben habe, auch Ungereimtheiten, die sie skeptisch machten. Sie fordert, dass Strukturen sichbar werden müssten.

Frau Riesenbühler, Mutter, fragt, ob die Schule eine verlässliche Schule sei? Es gibt die Warteklassseninitiative um Frau Puls, Mutter und Vorstandsmitglied und Betreuerin in der Warteklasse, die alle Kinder bis 15.00 Uhr beaufsichtigen kann.

Können Kinder mit sonderpädagogischem Gutachten aufgenommen werden? Nein, zur Zeit hat die Schule keine Genehmigung zur Beschulung dieser Kinder.

In diesem Schuljahr sind 4 Kinder mit zusätzlichem Förderbedarf an unserer Schule. Sie werden von Frau Cornelius, Mutter und Förderlehrerin, unterrichtet. Ab dem nächsten Schuljahr geht das nicht mehr.

Es liegen 6 Anmeldungen für die nächste erste Klasse vor.

Herr Bouiken, Französischlehrer, vertritt den Hauptunterricht in der 4.Klasse (s.auch Elternabend am 20.4.).

Die Verpflichtung, die aus einer unterschriebenen Bürgschaft resultiert, endet im Dezember 2013 mit der restlosen Rückführung des Kredits. Der Verein wird ab August monatlich 12 500.-Euro an Zins-und Tilgung zurück führen. Frau Knecht, Mutter, Vorstandsmitglied, ist bei Fragen und Befürchtungen ansprechbar, Telefon: 04803 6205, nach Absprache auch im Schulbüro zu erreichen. Sowie jedes Vorstandsmitglied.

Frau Semmou, Mutter, regt eine zusätzliche Klassenbetreuung bei Schwierigkeiten und Unruhe an. Dazu berichtet Herr Kullak-Ublick von einem Modell aus Flensburg, wo diese Betreuung von Eltern als Klassenhelfer freiwillig und kostenlos übernommen wird. Sie erhalten dafür eine intensive Einführung in die Waldorfpädagogik.

Herr Kullak-Ublick spricht sich allgemein für "Elternschule" aus. Es wäre schön, wenn Eltern die Organisation übernnehmen würden.

Herr Kullak-Ublick beendet das Treffen um 22.05 Uhr.

 

Für das Protokoll: H.Murken, U.Harms, M.Schoen, T.Felmy, N.Knecht

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